Immer mehr Schulen möchten mit Hunden direkt im Unterricht pädagogisch aktiv werden. Jetzt bietet die integrierte Gesamtschule Greenhouse School, Graal-Müritz, als erste staatlich anerkannte Schule in Deutschland, die selbst mit bis zu vier Hunden gleichzeitig arbeitet, einen speziellen berufsbegleitenden Lehrgang für Interessierte an.

Über 500 Schulen arbeiten bereits bundesweit mit Schulhunden und die Zahl steigt ständig. Schulen, die schon praktische Erfahrungswerte mit Schulhunden sammeln konnten, bestätigen einhellig die positiven Einflüsse auf Schüler aber auch auf das gesamte schulische Klima schlechthin.
Allerdings ist bei weitem nicht jeder Hund dafür geeignet und der Hundeführer benötigt spezielle Kenntnisse und Erfahrungswerte, wenn das Schulhund-Projekt erfolgreich verlaufen soll. Ungeachtet aller Chancen und positiven Ergebnisse, die Schulhunde mit sich bringen können, steht auch stets die Gefahr der Unversehrtheit der Kinder, die von jedem Hund ausgeht, egal für wie süß der Halter sein Tier empfinden mag, im Raume. Der klassische Spruch „der will nur spielen“ kann im Falle eines Falles den Ruf der gesamten Schule mit einem Schnapp und selbst mit einem leichten Knuff zerstören.

Die einfachste, „passive“ Version der Einbindung eines Schulhundes ist es, ihn regelmäßig im Unterricht im Klassenraum zu belassen. Allein seine Anwesenheit genügt häufig schon, um eine positive Lernathmosphäre zu schaffen. Im Laufe dieses Greenhouse-Lehrgangs werden darüber hinaus weitergehende und insbesondere „aktive“ Konzepte zur Einbindung Ihres Schulhundes in den Schulalltag entwickelt.

Der knapp einjährige berufsbegleitende Lehrgang bietet von Anfang an alle erforderlichen Grundlagen, die bereits mit Fragen zur Finanzierung, Genehmigung, Versicherung und Haftung beginnen aber nicht zuletzt auch mit der Eignung des jeweiligen Hundes verbunden sind. Bereits zu Beginn des Lehrgangs wird auch die Öffentlichkeitsarbeit thematisiert, – wer zum Beispiel private oder öffentliche Fördergelder einwerben will, muss auch positiv über sein Projekt sprechen, um nicht Gefahr zu laufen dass seine Förderer wieder abspringen. Denn nicht nur für Privatschulen gilt der alte Grundsatz „tue Gutes und rede d’rüber“.

Nach den erforderlichen theoretischen und praktischen Grundlagen, die in Form von Wochenendseminaren vermittelt werden, bilden praxisorientierte, gecoachte Projekte an der eigenen Schule der Teilnehmer die Grundlage für zielorientierte Analyse-Seminare. Hier werden alle Projekte der Teilnehmer gemeinschaftlich diskutiert und ausgewertet. Allein diese Analyse-Seminare bieten einen schier unerschöpflichen Fundus an neuen Ideen für das eigene Schulhundprojekt.

Der Lehrgang schließt nach 11 Monaten mit der Erstellung und mündlichen Verteidigung eines kompletten pädagogischen sowie durchführungstechnischen Konzeptes ab. Da finanzierende Schulvereine oder Unternehmen wie auch Versicherungsunternehmen oftmals Wert auf einschlägige Qualifikationsnachweise des Hundeführers legen, schließt der Lehrgang mit einem Zeugnis der staatlich anerkannten Greenhouse School, Graal-Müritz, ab.

Der nächste Lehrgang beginnt im September 2016 mit dem vorbereitenden Basisseminar „Finanzierung und Organisation“ und der Eignungssichtung der Hunde. Im Oktober 2016 geht es dann mit dem eigentlichen Lehrgang los.

Weitergehende Informationen sind unter www.greenhouse4dogs.de hinterlegt.

Die Greenhouse School als allgemeinbildende IGS mit gymnasialer Oberstufe präsentiert sich unter www.greenhouse-school.de

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