Sehr geehrte Eltern, Sorgeberechtigte, Schülerinnen und Schüler,

das Coronavirus bestimmt unser aller Alltag und natürlich auch Ihre und unsere Aktivitäten. Derzeit fokussieren sich die Politik und die Akteure im gemeinsamen Krisenstab auf die Maßnahmen zur Eindämmung und Verlangsamung der Pandemie. Zum anderen geht es um die Abfederung der zu erwartenden erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise. Bund und Länder haben zur Minderung wirtschaftlicher Schäden bereits eine Vielzahl von Maßnahmen beschlossen. Weitere werden abgestimmt und folgen.

Ebenso wie die staatlichen Schulen sind die freien Schulen vom Versammlungsverbot betroffen. Der Unterricht in den Schulgebäuden und schulischen Einrichtungen ist untersagt. Die Zeit des Unterrichtsverbots in den Schulen ist aber keine unterrichtsfreie Zeit. Die Schulen wollen und sind auch verpflichtet, Unterricht oder Prüfungsvorbereitungen in anderer Form, z.B. mit digitalen Medien und Unterrichtsmaterial, durchzuführen. Dies geschieht zum Beispiel durch die Verteilung von Lernmaterial an die Schülerinnen und Schüler, die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, insbesondere der Abschlussklassen, bei der Bearbeitung der Lernmaterialien und Prüfungsvorbereitung, die Wahrnehmung schulorganisatorischer Tätigkeiten, die Planung des Unterrichts und der Durchführung von Prüfungen für die Zeit nach den Schutzmaßnahmen und die Betreuung von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Notfallbetreuung oder den schulischen Notbetrieb für Schülerinnen und Schüler an Förderschulen, die einen täglichen, hohen Pflege- und Betreuungsaufwand benötigen. Da die Schulen nicht geschlossen sind, das Unterrichtsangebot durch andere Formen weiterhin aufrechterhalten, Lehrerinnen und Lehrer weiterhin in der Schule oder von zu Hause arbeiten, der Schulplatz Ihres Kindes weiter besteht und aufrecht erhalten werden soll, sind grundsätzlich auch vertraglich vereinbarte Schulbeiträge weiterhin zu zahlen. Darüber hinaus stellen monatliche Schulgeldzahlungen in der Regel die Raten einer jährlichen Gesamtschuld dar, so dass sich der Schulgeldanspruch nicht auf einen einzelnen Monat bezieht, sondern auf eine über einen längeren Zeitraum erbrachte Leistung. Das Schulverhältnis besteht - wie in den Ferienzeiten - fort. Für den Fall, dass die wirtschaftlichen Folgen der Krise Sie finanziell in Probleme bringen, wenden Sie sich bitte an die Schulleitung oder den verantwortlichen Schulträger, der mit Ihnen gemeinsam Möglichkeiten, z.B. der Stundung oder Teilzahlung von Schulbeiträgen, besprechen kann. Für die Aufrechterhaltung des Schulbetriebes an Ihrer Schule ist dies von existenzieller Bedeutung. Für den Fall, dass Sie wirtschaftlich nicht betroffen sind, wäre Ihre Schule für zusätzliche Hilfen und Unterstützungsleistungen dankbar, z.B. in Form von für Sie abzugsfähigen Spenden, um dadurch betroffene Familien finanziell entlasten zu können.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Famiien viel Kraft und möchte Ihnen und den tausenden Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen, Erziehern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Schulen und Einrichtungen danken für besonnenes und ruhiges Handeln in dieser außergewöhnlichen Krisensituation.

Christian Schneider
Landesgeschäftsführer
Verband Deutscher Privatschulen