Zu der Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur „Ausbildung zum/zur medizinischen Bademeister/in und Masseur/in wird erleichtert“ erklärte der Landesgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Privatschulen (VDP Nord), Christian Schneider heute in Schwerin:

„Die Kritik der Ministerin an der Höhe der Schulbeiträge für die Ausbildungen hat große Irritationen und Wut an den privaten beruflichen Schulen ausgelöst. Das Land finanziert die Ausbildungen zum Masseur und medizinischen Bademeister trotz Protesten seit vielen Jahren mit dem niedrigst möglichen Finanzhilfesatz von 50 Prozent der Schülerjahreskosten. Entlastungen für Schülerinnen und Schüler durch Angleichung an den höheren Fördersatz der übrigen Gesundheitsberufe hat sich die Landesregierung wiederholt über viele Jahre verweigert, zuletzt bei der Schulgesetzänderung im Dezember. Auch Initiativen im Landtag, Schulbeiträge in den Gesundheitsberufen ganz abzuschaffen, hat die Landesregierung im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern bislang abgelehnt. Wenn Jemand schuld ist, dann die Ministerin selbst.“

Schneider weiter: „Private berufliche Schulen in Mecklenburg-Vorpommern bilden seit dreißig Jahren Gesundheitsberufe aus, die an den staatlichen Schulen gar nicht oder mit zu wenigen Klassen angeboten wurden. Dabei gibt es für die Berufe Masseur und medizinischer Bademeiste genauso wie für Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden oder Rettungssanitäter einen hohen Bedarf in Kliniken, therapeutischen und Rehabilitationseinrichtungen. Eine Stärkung dieser Ausbildungen, die sich an Absolventen mit Berufsreife, mittlerer Reife und Abitur richten und ebenso wie Erzieher und Pflegefachkräfte eine hohe gesellschaftliche Anerkennung verdienen, ist ein lange überfälliger Schritt.“

An den privaten beruflichen Schulen lernen derzeit rund 860 Schülerinnen und Schüler einen Gesundheitsberuf. An den staatlichen Schulen sind es rund 690 Schülerinnen und Schüler. Nach Berechnungen des Verbandes könnte das Land die Abschaffung aller Schulbeiträge in den Gesundheitsberufen Masseure und medizinische Bademeister, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie Diätassistenz mit rund 2,1 Mio. EUR finanzieren. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter wird bereits schulgeldfrei angeboten. Gleiches gilt seit 1.8.2019 für die Pflegeausbildung an privaten Schulen.

Verantwortlich:
Christian Schneider
Landesgeschäftsführer


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